24. März 2026

IHK vor Ort

Standortfragen, die Unternehmen bewegen

Rund 30 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten der Einladung der IHK Reutlingen nach Bisingen. Im Mittelpunkt des Austauschs mit Bürgermeister Roman Waizenegger standen zentrale Standortthemen, die die Betriebe zuvor in einer IHK-Umfrage genannt hatten.

Sieben Handlungsfelder prägten die Diskussion: Breitbandausbau, Verkehrsinfrastruktur, Innenstadtentwicklung, Gastronomie und Hotellerie, Kinderbetreuung, Gewerbeflächen sowie Wohnen. Waizenegger ging dabei konkret auf die Anliegen der Unternehmen ein und berichtete über aktuelle Maßnahmen von Verwaltung und Gemeinderat.

Entwicklungen sind vielversprechend
Positiv bewertete der Bürgermeister insbesondere den Stand beim Breitbandausbau und bei der Kinderbetreuung. „Fast der gesamte Ort ist mittlerweile an das Glasfasernetz angeschlossen – ein Ergebnis unserer frühzeitigen Investitionen“, so Waizenegger. Mit der neuen Kindertagesstätte Reute entstehe zudem eine moderne Einrichtung, die in enger Abstimmung mit allen Beteiligten entwickelt wurde. Auch bei den Gewerbeflächen gibt es Fortschritte: Die kommunale Entwicklungsperspektive bietet rund 25 Hektar Potenzial für Unternehmen. Gleichzeitig investiert die Gemeinde gezielt in die Attraktivität der Ortsmitte. Für die städtebauliche Entwicklung – unter anderem im Maute-Areal – stehen 1,7 Millionen Euro aus der Städtebauförderung des Landes bereit. Bei der Bekämpfung von Leerständen verfolgt die Gemeinde eine aktive Bodenpolitik.

Schnell und mutig investieren
Herausfordernd bleibt hingegen die Verkehrsinfrastruktur. Zwar stehen aus dem Sondervermögen des Bundes 6,1 Millionen Euro für die Straßensanierung zur Verfügung, doch die Kosten sind hoch: rund 350.000 Euro pro 100 Meter Straße. Die Mittel sollen daher möglichst schnell eingesetzt werden, um Preissteigerungen zu vermeiden. Beim Thema Wohnen sieht Waizenegger die Handlungsmöglichkeiten der Kommune begrenzt. „Bezahlbarer Wohnraum ist ein vielschichtiges Thema, das vor allem auf Landes- und Bundesebene gelöst werden muss“, betonte er. Ähnlich verhält es sich bei der Gastronomie: Die Gemeinde könne Rahmenbedingungen schaffen, unternehmerische Initiative sei jedoch entscheidend. Abschließend warb der Bürgermeister dafür, Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen.

Auch Matthias Miklautz von der IHK Reutlingen informierte über aktuelle Projekte, Serviceangebote und regionale Wirtschaftszahlen. Gastgeber der Veranstaltung waren Philipp Uhrig und Sven Koch von Green Places, die modulare und nachhaltige Gewerbeflächen anbieten und Raum für den anschließenden Austausch boten.

Bild: IHK Reutlingen

Bild: IHK Reutlingen