Erinnerung an ein finsteres Kapitel

Museum KZ Bisingen muss wieder schließen

Nachdem die Corona-Schutzmaßnahmen wegen steigender Infektionszahlen verschärft und die Lockerungen vom 8. März 2021 wieder zurückgenommen werden mussten, müssen Museen und Gedenkstätten im Landkreis ab 31. März 2021 für den Publikumsverkehr wieder geschlossen werden. Dies betrifft auch das Museum KZ Bisingen. Sobald eine Öffnung wieder möglich ist, wird dies in der Presse und auf der Homepage des Museums und der Gemeinde Bisingen bekannt gegeben.

Das Museum ist jeden Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Gruppenführungen im Museum sind derzeit noch nicht möglich, Führungen auf dem Geschichtslehrpfad können jedoch ab sofort wieder unter doris.muth@bisingen.de gebucht werden.

Informationen über die weitere Entwicklung erhalten Sie auf unserer Homepage www.museum-bisingen.de oder www.gemeinde-bisingen.de.

Das Museum KZ Bisingen befasst sich mit einem dunklen Kapitel der Ortsgeschichte. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs sollte Ölschiefer die Treibstoffknappheit Deutschlands beheben. Im Rahmen des „Unternehmens Wüste“ entstanden in der Region Industrieanlagen, in denen aus dem Gestein Öl extrahiert werden sollte – ein Verfahren, das sich in der Praxis letztendlich als ungeeignet erwies.

Die nötigen Arbeitskräfte wurden in Konzentrationslagern interniert, die nahe der Werke errichtet wurden. Häftlinge und Zwangsarbeiter schufteten unter oft schrecklichen Bedingungen.

Konsequent wie wenige Orte stellt sich Bisingen diesem Teil seiner Geschichte. Dazu gehören eine Gedenkstätte auf dem KZ-Friedhof, ein Geschichtslehrpfad sowie dieses Museum.

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