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Geburt

Geburten

Die Beurkundung einer Geburt muss in der Stadt/Gemeinde vorgenommen werden, in der das Kind geboren wurde. Derzeit kommen die allermeisten Kinder in einer Klinik zur Welt. Daher ist für die Beurkundung die Stadt zuständig, in der sich die Klinik befindet. Auch Geburtsurkunden können und dürfen - auch später - nur von diesem Standesamt ausgestellt werden und nicht vom Standesamt der Gemeinde oder Stadt, wo die Eltern und das Kind wohnen. Die Geburt wird hier bereits vom Krankenhaus aus beim Standesamt angezeigt.

Das Einwohnermeldeamt des Wohnortes der Eltern und das Standesamt, das das Familienbuch von verheirateten Paaren führt, wird direkt vom Geburtsstandesamt durch Mitteilung informiert. Dies brauchen die Eltern nicht zu veranlassen.

Sind die Eltern miteinander verheiratet, erhält das Kind automatisch den Ehenamen, falls ein solcher gewählt wurde. Führen sie keinen Ehenamen bestimmen die Eltern als Geburtsnamen des Kindes den Familiennamen, den der Vater oder die Mutter zur Zeit der Erklärung führt. Diese Erklärung gilt auch für alle weiteren Kinder.

Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, erhält das Kind bei alleiniger Sorge der Mutter deren Namen zum Zeitpunkt der Geburt. Liegt eine wirksame Vaterschaftsanerkennung vor (siehe unter Vaterschaftsanerkennung) gibt es für die Namensführung des Kindes verschiedene Möglichkeiten, die möglichst vor der Beurkundung der Geburt mit dem Standesbeamten besprochen werden. Dieser kann die Beurkundung solange zurückstellen. Die Bestimmung des Namens sollte innerhalb eines Monats geschehen. Danach bestimmt das Familiengericht das Bestimmungsrecht einem Elternteil.

Grundsätzlich unterliegt der Name eines Kindes dem Recht des Staates, dem es angehört. Ist ein Elternteil Ausländer oder Mehrstaater, so können die sorgeberechtigten Eltern bestimmen, dass das Kind seinen Namen nach dem Recht des Staates erhält, dem ein Elternteil angehört. Hat ein Elternteil seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland, so kann auch deutsches Recht gewählt werden. Hier ist ebenfalls zu empfehlen, sich  vor der Beurkundung der Geburt beim Standesbeamten zu informieren.

Hausgeburt

Bei einer Hausgeburt muss die Geburt innerhalt einer Woche mündlich beim zuständigen Standesbeamten angezeigt werden. Anzeigepflichtig ist in folgender Reihenfolge

  • der Vater des Kindes, wenn er Mitinhaber der elterlichen Sorge ist
  • die Hebamme, die bei der Geburt zugegen war
  • der Arzt, der dabei zugegen war
  • jede andere Person, die dabei zugegen war oder von der Geburt aus eigenem Wissen unterrichtet ist
  • die Mutter, sobald sie zu der Anzeige imstande ist

Zur mündlichen Anzeige benötigt der Standesbeamte  folgende Unterlagen:

  • bei verheirateten Eltern eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch, falls sich dieses nicht bei dem für die Beurkundung der Geburt zuständigen Standesbeamten befindet
  • sind die Eltern nicht miteinander verheiratet  die Geburts- oder Abstammungsurkunde der Mutter des Kindes
  • hat der Vater die Vaterschaft anerkannt, die Vaterschaftsanerkennung sowie ebenfalls eine Geburts- bzw. Abstammungsurkunde des Vaters
  • eine Bescheinigung des Arztes oder der Hebamme, die bei der Geburt zugegen war mit Angaben über den Zeitpunkt der Geburt, das Geschlecht des Kindes, das Körpergewicht und die Körperlänge sowie über Namen und Wohnung der Eltern
  • Falls die Eltern nicht deutsche Staatsangehörige sind, Unterlagen, die eine Feststellung der Staatsangehörigkeit der Eltern ermöglichen.

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