Seiteninhalt

Thanheim

Der Ortskern Thanheims mitten im Grünen

Der Ortskern Thanheims mitten im Grünen

Die Ortsdurchfahrt von Thanheim

Die Ortsdurchfahrt von Thanheim

Zwei der mit der Motorsäge modellierten Holzfigungen am Karl-Dehner-Platz

Zwei der mit der Motorsäge modellierten Holzfigungen am Karl-Dehner-Platz

Thanheim - idyllisch gelegen

Thanheim - idyllisch gelegen

Thanheim ist ein kleiner freundlicher Ort umgeben von Streuobstwiesen, die auch noch vielfach im Ort verstreut gepflanzt sind. Idyllisch gelegen, wo der Klingenbach aus seinem engen Tal in das Albvorland tritt.
 
Man hat eine sehr schöne Aussicht auf den Ort gleich vom Ebersberg aus und auf das ganze Albvorland vom Blasenberg aus. Reizvolle und gut ausgeschilderte Wanderwege führen dahin.

Für längere Besucher ist das Gasthaus zur Morchel mit einer ehemaligen Fabrikantenvilla als Gästehaus eingerichtet. Weitere Gaststätten sind der Adler und die Traube.

Thanheim war ehemals ein armer Ort. Wandel kam mit der Industrie. Den ersten Betrieb brachte im Jahr 1910 die Familie Merz. Eine herausragende Persönlichkeit war Hermann Merz. Im Jahr 1963 wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Zur Erinnerung an ihn ist eine Straße benannt. Der Betrieb besteht leider nicht mehr.
 
Jetzt ist an seiner Stelle in einem stattlichen freundlichen Neubau der Fertigungsbetrieb für hochtourige Spindeln Deuschle untergebracht. Andere Fabriken sind die Küchenmöbelfabrik Gess (nicht nur bekannt für private Küchen, sondern zum Beispiel auch für Schul- und Werksküchen) und die Präzisionswerkzeugfabrik Jakob Boss Söhne. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe handwerklicher Betriebe.

Traditionen in Thanheim

Das örtliche Leben wird getragen von den Vereinen. Herausragend ist die Musikkapelle mit einer über 200 jährigen Tradition. Thanheimer Musikanten kamen bis nach Genf, Verona und Wien.

Aus einem Aufschrieb über ein Konzert in Wien:

Im Rathauskeller haben wir konzertiert. Da hat uns der Joseph Strauß, Komponist, auch besucht. Er hat uns den Donauwalzer zum Geschenk gemacht und hat uns seine Anerkennung und Lob gesagt.

Und über ein Konzert im Hotel Schweizerhof in Luzern vor dem rumänischen König:

In diesem Programm hatten wir mehrere Wagnerische Piècen, die Ouvertüre Tannhäuser und Lohengrin. Es ging ein kleiner, älterer Herr bei uns auf und ab spazieren. Nach dem Stück Lohengrin kam er auf uns zu gelaufen und gab uns 10 Franken und verlangte das letzte Stück noch einmal. Nach Beendigung des Stückes sagte er: Sehr gut gespielt. Ich bin Richard Wagner. Da gab er dem Dirigenten die Hand.

Auch die heutige Musikkapelle ist eine erste Adresse. Sie spielt seit 30 Jahren in der Höchststufe und braucht sich auch vor den erstklassigen Stadtkapellen in der näheren und weiteren Umgebung nicht zu genieren.

Ein Blick in die kirchliche Vergangenheit:

Thanheim hatte immer eine eigene Kirche, sonderbarerweise aber nur für die untersten 5 Höfe im Unterdorf. Das andere Thanheim gehörte zum sogenannten Kirchspiel mit der Kirche in Steinhofen. Die jetzige Thanheimer Kirche wurde im Jahr 1790 gebaut. Sie ist ohne besondere Kunstwerke, aber freundlich, fast anheimelnd.

Der Thanheimer Übername:

Maurochen, hochdeutsch: Morcheln. Die Thanheimer wußten, wo die begehrten Pilze wuchsen. Sie sammelten sie und verkauften sie an die Hotels und herrschaftlichen Häuser in den Städten. Vor einigen Jahren hat Uwe Werni eine Morchel-Maske geschaffen, die von der Thanheimer Fasnachtsgruppe, den Thanheimer Maurochen, getragen wird.
 

nach oben