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Steinhofen

Ortseingang Steinhofen

Ortseingang Steinhofen

Lenaubrunnen

Lenaubrunnen

Lenaudenkmal

Lenaudenkmal

Die selbständige Gemeinde Steinhofen wurde am 01. April 1938 in die Gemeinde Bisingen eingemeindet. Seither ist Steinhofen der größte Ortsteil von Bisingen.

Steinhofen war schon früh an die "große Welt" angeschlossen. Eine alte Römerstraße führte mitten hindurch. Da sie Stuttgart mit Zürich verbindet, hieß sie lange "Schweizer Straße". Erst im 18. Jahrhundert taucht in den Landkarten auch die Bezeichnung "Frankfurter Straße" auf.

Johann Wolfgang von Goethe benutze sie, als er 1797 von Weimar über Frankfurt nach Tübingen und von dort nach Zürich reiste - an Wessingen vorbei mitten durch Steinhofen.

Bekannt wurde Steinhofen durch Nikolaus Lenau, der 1832 durch Steinhofen fuhr. Ein Denkmal mit der Inschrift

"Halten muß hier Roß und Rad, mag`s Euch nicht gefährden.
Drüben liegt mein Kamerad in der kühlen Erden"

am Treppenaufgang zur Steinhofener Kirche sowie ein Lenaubrunnen erinnern heute noch an den Dichter dieser Verse. 

Steinhofen dürfte etwa im 6. oder 7. Jahrhundert, als sich die Alemannen der Oberherrschaft der Franken beugen mussten, entstanden sein. An einer für den Verkehr bedeutenden Stelle mögen die Franken einen befestigten, aus Steinhofen erbauten Herrensitz, mit dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden angelegt haben. Daher wohl der Name Steinhofen. Der Name Steinhofen taucht erstmals in einer Urkunde des Jahres 1241 auf.

Als fränkischer Herrensitz und starker militärischer Stützpunkt dürfte Steinhofen eine bevorzugte und führende Stellung unter den Klingenbachorten und darüber hinaus erlangt haben. Die führende Stellung wird noch unterstrichen durch die Bildung der Pfarrei Steinhofen mit der Mutter- und Hauptkirche für die Umgebung. Dies geschah vermutlich im 8. Jahrhundert. Noch heute ist die Bezeichnung „Kirchspiel“ geläufig.

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