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Heimatmuseum Bisingen

Außenansicht Heimatmuseum Bisingen
Vortragsraum im Heimatmuseum
Detailaufnahme im Vortragsraum
Angehörige der französischen Militärregierung bei der Öffnung des Massengrabes 1945
Ölschieferwerk in Bisingen, Fotografie nach 1945; Archives du Ministère des Affaires étrangères, Colmar

Heimatmuseum Bisingen mit der Ausstellung
"Mut zur Erinnerung - Mut zur Verantwortung"

Anfahrt

mit der Bahn: Strecke Stuttgart / Albstadt / Sigmaringen, Ausstieg Bahnhof Bisingen, von dort sind es 7 Minuten Fußweg zum Heimatmuseum (direkt neben der katholischen Kirche);

mit dem Auto: B 27, Ausfahrt Bisingen, Richtung Ortszentrum, die Kirchgasse zweigt von der Hauptstraße, die durch den Ort führt (Heidelbergstraße) bei der Hohenzollernhalle ab, der Weg zum Museum ist ausgewiesen.

Ölschiefer und Zwangsarbeit:

die Ausstellung "Mut zur Erinnerung - Mut zur Verantwortung" - Werk "Wüste" 2 in Bisingen.

In der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges wurden als Reaktion auf die massiven Angriffe der Alliierten auf die deutsche Flugzeug- und Treibstoffindustrienoch zahlreiche neue Rüstungsprojekte auf den Weg gebracht, vor allem aber musste der Treibstoffnachschub gesichert werden,  der kriegsentscheidende  Rohstoff Öl wurde dringender denn je benötigt. Das Ministerium für Rüstung und Kriegsproduktion beschloss im Juli 1944 die Nutzung des Posidonienschiefers am Rande der Schwäbischen Alb durch ein Unternehmen mir dem geheimen Decknamen "Wüste". In sieben Konzentrationslagern stellte die SS über 10 000 Häftlinge für die Arbeit in zehn Ölschieferwerken zur Verfügung,  nur in vier Werke lief die Produktion provisorisch an.

In fünf großen Transporten kamen zwischen August 1944 und März 1945 insgesamt 4.163 Häftlinge nach Bisingen, dem Werk "Wüste" 2. Viele der entkräfteten Männer überlebten die Transporte nicht, die katastrophalen Arbeitsbedingungen, Krankheiten, Hunger, Kälte, Misshandlungen und Erschießungen forderten in den meisten  "Wüste"-Lagern weitere Opfer. Etwa 1.200 Männer ließen allein in Bisingen für dieses sinnlose Projekt ihr Leben.

Seit November 1996 widmete sich die Ausstellung "Schwierigkeiten des Erinnerns" im Heimatmuseum Bisingen der Geschichte des Konzentrationslagers und des Ölschieferabbaus in Bisingen. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums wurde die Ausstellung neu gestaltet und ist seit Oktober 2006 unter dem neuen Titel "Mut zur Erinnerung - Mut zur Verantwortung" der Öffentlichkeit zugänglich.

Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.

Aus einer Initiative, die sich bereits seit Anfang der 1980er Jahre mit der Geschichte des Konzentrationslagers Bisingen beschäftigt, entstand 2004 ein Verein, der verschiedene Aufgaben übernommen hat:

  • Betreuung der Gedenkstätten in Bisingen (Ausstellung, Geschichtslehrpfad)
  • Kontaktpflege zu Überlebenden des Lagers Bisingen und ihren Nachkommen
  • Zusammenarbeit mit Schulen (Führungen, Projekte)
  • Veranstaltungen

Kontakt:
Dieter Grupp
Landhausstr. 10
72406 Bisingen
Tel. 07476 914242
DieterGrupp@aol.com

Bei Interesse an Führungen (Museum, Lehrpfad, KZ-Friedhof)
melden Sie sich bei:
Ines Mayer
Tel. 0 74 76 / 10 53
E-Mail: inezmayer@web.de
oder Frau Franziska Blum (Kontakt siehe unten)

Interessanter Link zu diesem Thema:

Landesbildungsserver

Kategorie:
Museen
Ansprechpartner:
Frau Franziska Blum
PLZ:
72406
Stadt:
Bisingen
Straße:
Kirchgasse 15
Telefon:
07476 896-414
Fax:
07476 896-149
E-Mail:
Franziska.Blum@Bisingen.de
Website:
http://kzgedenkstaettenbisingen.wordpress.com/
Öffnungszeiten:
Sonntags 14 - 17 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung.
Ortsplan:
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